Zwei-Ruten Technik leicht gemacht

Folgendes Szenario: Wir stehen am Wasser, es ist „Welswetter“ und wir haben gerade auf die U-Pose ca. 20 fette Tauwürmer gezogen. Jetzt nur raus mit der Montage. Ein wurf und von den 20 Würmern sind noch genau 2 am Haken, die anderen sind irgendwo im Gewässer verstreut.
Was tun in solch einer Situatuion???

Wir verwenden die Zwei-Ruten Technik!!!

Wenn man diese Technick einmal beherrscht, ist sie sehr leicht und theoretisch auch alleine zu bewerkstelligen. Am Anfang empfehle ich allerdings, das ganze mit einer zweiten Person zu veruschen.

Wir benötigen einmal die Welsrute, mit der auch später gefischt werden soll und eine zweite Rute (Hilfsrute). Die zweite Rute muss kein hohes Wurfgewicht haben, sie sollte lediglich mit recht dünner (z.B. 0,25 mm), monofiler Schnur versehen sein.

  • Zuerst binden wir das Ende der monofilen Schnur der Hilfsrute zu einer Schlaufe und fädeln diese durch alle Schnurlaufringe.
  • Als zweites wird das Vorfach unserer U-Posen-, fixierten Kran- oder Knochenmontage aus dem Wirbel ausgehäng und bei Seite gelegt. In den Wirbel hängen wir nun die Schlaufe der Hilfsrute.
  • Jetzt kommt die zweire Person ins Spiel. Die zweite Person hält nun die Hilfrute und öffnet an dieser den Rollenbüge (gaaaaaaaaanz wichtig).
  • Sobald der Rollenbügel der Hilfrute geöffnet ist, wird mittels der Wallerrute das Blei (muss durchlaufen angebracht sein) dorthin geworfen, wo man später angeln möchte.
  • Platsch, das Blei trifft ins Wasser. Sobald das Blei abgesunken ist, fängt die Person mit der Hilfsrute an, die Schnur mit sehr viel Gefühl wieder auszukurbeln. Wichtig hierbei ist natürlich, dass der Rollenbügel der Wallerrute geöffnet ist.
  • Langsam aber sicher kommt der Wirbel der Wallerrute wieder an Land. In diesem wird nun das beköderte Vorfach eingehängt und die Schlaufe der Hilfsrute ausgehängt. Ebenfalls mit gefühlvollen Kurbelumdrehungen (an der Rolle der Wallerrute) befördert man nun die Welsmontege zum Blei. Der Köder wurde vom Ufer ausgelegt, ohne diesen zu verlieren oder zu beschädigen.

Ob man sein Ziel erreicht hat, kann man bei der U-Pose sehen, wenn diese auf einem abtaucht. Bei Kran und Knochen sieht man das, wenn man die Montage wieder zu sich zieht.

Tips und Tricks: Das Blei bei dieser Technik dar ruhig etwas schwerer gewählt werden. 250 gr. bis 500 gr. ist keine Seltenheit. Man möchte ja schließlich das Blei bei der vielen Hin- und Herzieherei nicht von der Angelstelle ziehen, weil es zu leicht ist.

Natürlich kann man diese Technik auch mit der klassischen Grundmontage durchführen, doch besteht hier die Gefahr, dass sich das Vorfach bzw. der Haken beim rausziehen in einem Hindernis am Gund verfängt. Da bei der U-Posen-, fixierten Kran- oder Knochenmontage das Vorfah an der Oberfläche schwimmern, passiert dies nur selten.

viel Spaß beim ausprobieren…

Rich Bitch

3 Antworten zu “Zwei-Ruten Technik leicht gemacht

  1. Ich verstehe die Montage Technik überhaupt nicht. Wie soll ich den knochen rausziehen, wenn man den wirbel einhàngt im Wirbel zieht man es doch wieder zu sich. Oder muss man am Ende der Hilfsrute ein Blei befestigen daß rauswerfen und eine Schlaufe in die Schnur machen die in den wirbel einhängen und durch das einziehen könnte ich mir vorstellen zieht sich der knochen raus. Samt köder. Heißt das das die zweite Rute in der Montage mithãngt was wenn ein Fisch beißt habe Ich dann den Supermangel. Bitte um Hilfe das Ich es leichter verstehen kann.
    Liebe Grüße der Fischfreund.

  2. Hallo,

    lies es nochmal in Ruhe durch.
    Mit der Hilfsrute ziehst du den Wirbel der Rute mit der du angeln möchtest zurück ans Ufer.
    In diesen Wirbel hängst du dan Vorfach mit Köder und ziehst es zurück an die Stelle, an der das Blei der Angelrute liegt (hast du vorher ausgeworfen) 🙂

  3. Hallo, vielen Dank für die tollen, lehrreichen Beiträge. Bin selbst oft Nachtangeln und fische ( je nach Gewässer ) meist mit einer Rute auf Wels und einer Grundrute auf Aal oder Zander. Dabei verwende ich zum Welsangeln eine Pro Cat 2,70 von Zeck Fishing mit einer Spinnfisher 70 von Fin Nor und 0,40er Schnur ( geflochten) . Als Montage dient meist die gute alte U-Posenmontage da bei uns der Fluss doch recht klein ist (Spree). Die kann man mit einem 200 g Inline Blei auch noch recht einfach ein paar Meter schlenzen. Mehr ist ja auch nicht nötig. Beim Zanderangeln greife ich auch meist wie schon oben in einem Beitrag erwähnt auf leichte Montagen zurück, an Gewässern mit schlammigen Grund kann ich auf jeden Fall einen sinken Sbirolino als Blei Ersatz empfehlen. Der bleibt dann auf dem Boden liegen und sinkt nicht tief ein wie ein normales Laufblei, somit kann der Zander beim Biss ohne Verdacht Schnur nehmen. Wünsche allen weiterhin viel Erfolg und Spass beim Angeln, In diesem Sinne Petri Heil!

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