Schlagwort-Archiv: Hecht

neue Bilder in der Galerie 2012

Hallo liebe Besucher!

big_pike

Es gibt ein Update in der Galerie: ich habe die Kategorie „Fänge 2012“ angelegt.
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Oder hier 😉

 

Tight Lines!
Michael

Besatz und Schwarzfischer

Es ist doch zum Ko****

Jedes Mal wenn ich in den letzten vier Wochen ans Wasser gekommen bin, habe ich Schwarzfischer gesehen. Die kleinen schwarzgefiederten Biester!

Der Herbstbesatz wird jetzt schon dezimiert… wie traurig!

Z1 Besatz für den Kormoran

Z1 Besatz für den Kormoran

Was mich wundert: das ihm auch mal einer auskommt. Leider ist es dann trotzdem ein Verlust, weil die Fische nicht überlebensfähig sind.

Z1 Besatz für den Kormoran

Z1 Besatz für den Kormoran

Zum Ende noch eine erfreuliche Nachricht:
Diese Hechtmama :o)

Die Raubfischsaison läuft an

voll inhaliert

voll inhaliert

selfpic mit dem Handy :o)

selfpic mit dem Handy :o)

Mittlerweile haben wir die erste Dezemberwoche hinter uns gebracht. Am Adventskranz brennt auch schon die zweite Kerze und das Christkind dürfte am rotieren sein… oder hat es etwa schon alle Geschenke?
Wenn man sich das Wetter ansieht bekommt man wenig Weihnachtsgefühle, zumindest geht es mir so. Es fehlt einfach der Schnee. Diese Woche war sehr stürmisch, seit Wochen gab es die ersten Regentropfen… daher dürften die Gewässer wieder etwas trüber werden. Sehr gut!
Denn ich glaube, dass die Fangergebnisse nur wegen des extrem klaren Wasser so mau waren.
Trotzdem konnte ein Spezl von mir ein paar schöne Barsche fangen:
und ich mal wieder einen Hecht und einen Zander. Da beide nur gerade so das Schonmaß hatten durften die Burschen wieder schwimmen 😉

Stahl für Freund Esox

Dass zum Fang eines Hechtes ein Stahlvorfach notwendig ist, weiß selbstverständlich jeder, zumindest wir Angler. Aber auch beim Angeln auf andere Raubfische, egal ob auf Barsch, Forelle oder Zander, ist man auf bissfeste Vorfachmaterialien angewiesen, wenn auch Hechte in dem Gewässer vorkommen! Dabei spielt es keine Rolle ob wir mit Natur- oder Kunstködern fischen. Da unterscheiden sich höchstens die Vorfachlängen.

In den Angelläden gibt es eine Vielzahl an fertigen Raubfischvorfächern. Ich persönlich war aber mit den gekauften Fertigvorfächern selten zufrieden, weshalb ich mittlerweile ausnahmslos mit Eigenanfertigungen fische. Deshalb auch dieser Bericht passend zur Raubfischzeit um vielleicht den einen oder anderen Kollegen davon zu überzeugen auch umzusteigen. Es ist ganz einfach und auf keinen Fall teurer!
Was braucht man?
Klemmhülsen, Vorfachmaterial (Stahl), Wirbel (Cross Lock Snaps), Karabiner und Klemmhülsenzange

Verschiedene Vorfachmaterialien:
– Das bekannteste Hechtvorfach ist das Stahlvorfach.  Es gibt es in verschiedenen Stärken und ist 100% bissfest. Das wohl Meistgebrauchte ist das 7×7 (besteht aus 49 Strängen), da es sehr flexibel ist und sich deshalb vor allem zum Anbieten von toten Köderfischen anbietet. Allerdings neigt es leicht zum Verdrallen und ist deutlich teurer als andere Geflechte wie zum Beispiel das 1×19 oder 1×7. Diese sind also eher für das Spinnfischen geeignet.
– Ein weiteres geflochtenes Vorfachmaterial zum Raubfischangeln ist das Kevlarvorfach. Es ist sehr weich und lässt sich gut knoten. Allerdings ist es nicht bissfest! Und im Vergleich zur Tragkraft relativ dick, also gut sichtbar für Freund Esox. Also bestenfalls verwendbar zum Wallerfischen, nicht aber auf Hecht!
– Das neueste Vorfachmaterial ist das Hardmono. Es besteht aus sehr abriebfestem Kunststoff. Hersteller und Presse verkaufen es uns als DAS Raubfischvorfach. Jedoch habe ich schon mehrmals gelesen, dass Hardmono unter 0,6mm durchgebissen wurde! Es hat auch sicherlich nicht die Eigenschaften wie Fluorocarbon, dass es unter Wasser unsichtbar sein soll. Da es aus einem ganz anderen Ausgangskunststoff besteht. Also ich persönlich bin dem Hardmono gegenüber sehr skeptisch!

Abschluss zum Thema Vorfachmaterial:
Kommen  in dem Gewässer, in dem man angeln will Hechte vor, dann kommt meiner Meinung nach nur Stahl in Frage. Alles andere wäre nicht waidgerecht. Und stellt euch mal vor euch kommt der Hecht eures Lebens aus, weil er das Vorfach durchbeißt! Davon abgesehen, dass er mit vernageltem Maul weiterschwimmen muss und evtl. sogar daran eingehen kann.

Herstellung:
Als erstes schneide ich mir ein Stück Geflecht ab. Länge: Spinnfischen mindestens 30cm, Naturködervorfach mindestens 60cm. Besser zu lang als zu kurz! Je Schlaufe, die man quetscht braucht man ca. 5cm, diese 10cm beim Abschneiden mit einrechnen.
Die Verbindung zwischen Hauptschnur und Vorfach erfolgt mittels eines Wirbels. Dazu das Geflecht durch eine Hülse führen, Wirbel aufschieben und das kurze Stahlende wieder zurück durch die Hülse schieben. Die Schlaufe nicht zu eng ziehen. Wenn alles passt kann man die Hülse mit einer Zange quetschen. Am besten verwendet man dazu eine spezielle Klemmhülsenzange um 100%igen Halt zu erreichen. Wer ganz auf Nummer Sicher gehen möchte schiebt das Geflechtende noch ein drittes Mal durch die Klemmhülse. Das ist aber nur dann notwendig, wenn die Hülse einen großen Durchmesser im Vergleich zum Durchmesser des Stahlgeflechts hat. Und genau auf diese Weise befestigt man am anderen Ende des Vorfachs dann den Cross Lock Snap (als Spinnfischvorfach) oder den/die Haken (Köderfischvorfach). Ich hoffe man kann es auf den Fotos gut genug erkennen.

Viel Erfolg beim Basteln und dicke Rauberer!!!






Montieren eines Gummifisches mit Angstdrilling

Wir benötigen:

– Gummifische

– Passende Jig Haken

– Drillinge

– Hardmono- oder Stahlvorfach

– Quetschhülsen

– Quetschhülsenzange

– Kleine Schere

– Ködernadel (nicht auf dem Bild zu sehen)

Schritt 1:

Als erstes legen wir den Jighaken neben oder (wie auf dem Bild gezeigt) über unseren Gummifisch.Dies dient nur dazu, um die Austrittsstelle des Jighakens an unserem Gummifisch zu lokalisieren.

Anmerkung: für 13 cm bis 15 cm lange Gummifische verwende ich Jighakengrößen von 4/0 bis 6/0 mit einem Gewicht von 10 gr bis 25 gr, je nach Stömungsverhältniss.

Schritt 2:

Wir stechen nun den Jighaken in den Gummifisch und treten mit dem Haken an der, in Schritt 1 bestimmten Stelle, aus dem Gummifisch wieder aus.

Wichtig hierbei ist, dass der Gummifisch zwischen dem Haken und dem Öhr einen Buckel macht (auf dem Bild etwas übertrieben dargestellt). Dadurch erhält der Gummifisch einen schönen Lauf. Wenn der Gummifisch (Gufi) in diesem Bereich ein Hohlkreuz macht, kann das den Lauf des Gufis negativ beeinflussen. Den Buckel erreicht man indem man den Haken tief im Gufi durchführt. Macht der Gufi ein Hohlkreuz, so wurde der Haken zu hoch im Gufi durchgeführt.

Nach Schritt 2 könnte man schon mit diesem Gummifisch ans Wasser und den Raubfischen nachstellen, doch hat die Vergangenheit gezeigt, dass ohne einen sogenannten Angstdrilling viele Fische nicht hängen bleiben.

Der Name Angstdrilling kommt einfach nur daher, dass man eben die Angst, dass die Fische nicht hängen bleiben durch diesen Drilling aus dem Weg räumt.

Schritt 3:

Nun benötigen wir das Vorfachmaterial (ich bevorzuge Hardmono in der Stärke 0,8 mm), die Qutschhülsen (für 0,8 mm Vorfach werden Quetschhülsen mit 1,0 mm Durchmesser benötigt) und die Drillinge (bei ca 13 cm bis 15 cm langen Gufis verwende ich Drillinger der Größe 4 von VMC)Zuerst schieben wir eine Quetschhülse auf das Vorfachmaterial. Anschließend kommt der Drilling auf das Vorfach und das kurze Ende des Vorfaches wird erneut durch die Quetschhülse geschoben, sodass der Drilling in einer Schlaufe liegt. Bitte beachten Sie, dass die Schlaufe relativ klein ist.

Schritt 4:

Nun legen wir die Quetschhülse in eine geeignete Quetschhülsenzange und drücken zu.

WICHTIG: Das Zudürcken der Quetschhülse muss an einem Stück passieren. Wenn man die Quetschhülse im Nachhienen nochmals ansetzt und nochmals zudrückt, verliert die Verbindung ihre Tragkraft. Sollte also das Quetschen nicht beim ersten Mal funktionieren, lieber das ganze nochmal abschneiden und neu aufbauen.

Schritt 5:

Nun legen wir den Drilling samt dem Vorfachstück neben unseren Gummifisch, um die richtige Länge abzumessen.

Der Drilling sollte im hinteren Teil des Gufis angebracht werden, darf aber den Einsaugteller (Schwanz) des Gufis nicht behindern.

Haben wir den Drilling richtig positioniert, wickerln wir das Vorfach einfach einmal um die Hakenöse.

Dadurch erhalten wir einen leichten Knick im Vorfachmaterial, der beim nächsten Schritt sehr hilfreich ist.

Schritt 6:

Nun schieben wir eine weitere Quetschhülse auf das Vorfachmaterial und schieben das zweite Ende erneut durch die Quetschhülse. Nun entsteht wieder eine Schlaufe. Der Scheitelpunkt der Schlaufe ist nun der leichte Knick in unserer Schnur. Die Schlaufe sollte so groß sein, dass sie gerade noch über das Jighakenöhr passt.

Nun noch kurz die Quetschhülsenzange angesetzt und fertig ist unser Angstdrilling.

Schritt 7:

Mit einer Ködernadel ziehen wir nun das Vorfach, welches am Angstdrilling befestigt ist, von unten durch den Köderfisch und schieben die Schlaufe über das Hakenöhr.

Nun sieht man auch warum es wichtig ist, dass die Schlaufe nur gering größer ist als das Hakenöhr. Wenn die Schlaufe bedeutend größer wäre, würde sie leicht vom Öhr rutschen.

Sobald man den Gufi nun mit einem Wirbel am Jighaken in das Blinkerforfach einhängt, wird der Angstdrilling nochmals gesichert und es ist unmöglich, dass er sich bei einem Drill löst.

Nun noch viel Spaß beim nachbauen…

Rich Bitch