Schlagwort-Archiv: Karpfen

Gastbeitrag: Karpfenangeln am Kanal (von T.B.)

 

Lange nichts mehr geschrieben… deshalb mal ein Gastbeitrag von tom’s Blog 😉 http://canalegrande.blogspot.de/

 

Karpfenangeln am Kanal

Monotonie? Nein!

 

Kanäle stellen sich oft als gerade, betonierte, strukturlose Wasserstraßen dar. Doch der Schein trübt oftmals. Als Badewanne verschrien, konnte ich ganz andere Erkenntnisse sammeln, die einem die Angelei doch erleichtern sollen.

Die oft monotone Sicht auf den Kanal entpuppt sich unter Wasser des öfteren vielfältiger als es den Anschein hat.
Nach vielen langen Gesprächen am Wasser über die Möglichkeiten die Struktur der „Badewanne“ genauer zu betrachten, schickte mir 2011 ganz unerwartet ein guter Spezl die ersten Screenshots einer Gewässerkarte des Kanalabschnitts. Mithilfe des Echolots und der geeigneten Software erstellte er durch zeitintensives Abfahren des Wassers Tiefen- und Härtekarten eines Kanalstücks.

Man konnte nicht mehr von Monotonie sprechen – Sandbänke, Muschelfelder, Schlammlöcher, flach abfallende Kanten – Einblicke, die durch Ablaufen mit der Spinn- bzw. Lotrute nie in diesem Maß ersichtlich wären. Merce Michi!

Sein Engagement wurde durchaus belohnt und ich freu mich schon auf ne gemeinsame Session im Herbst.

 

neue Bilder in der Galerie 2012

Hallo liebe Besucher!

big_pike

Es gibt ein Update in der Galerie: ich habe die Kategorie „Fänge 2012“ angelegt.
Zu finden in der Navigationsleiste oben unter „Galerie“.

 

Oder hier 😉

 

Tight Lines!
Michael

WICKED!

WICKED!

wicked - abgefahren

Völlig abgefahren um mal im Deutschen zu bleiben. Crazy! Verrückt!

Herzlich willkommen zu meinem Weihnachts Spezial!

Es ist der Wahnsinn 🙂

Man merkt vielleicht, dass ich leicht aus dem Häuschen bin, aber es ist nun mal wirklich nicht alltäglich, dass man mitten im Dezember noch Karpfen fängt. Eine Eintagsfliege vielleicht, aber nicht gleich ein Doppelpack. Und schon gar nicht wenn man mit einem Kumpel geht, fangen beide ein Doppelpack!
Wohlgemerkt: Wir schreiben Mitte Dezember 2011 und befinden uns mitten in Bayern 😉 nicht an der Côte d’Azur wo es jetzt vielleicht sogar 20°Grads hat.

X-Mas Spezial by me 😉

Nein, tieftes Bayern. Klares 4°Grad kaltes Baggerseewasser.

Eine Shortsession, die gerade mal von Nachmittag bis morgens läuft und sogar vier Fische bringt. Hammer!

Das Wetter ist ungewöhnlich mild für diese Jahreszeit. Wir haben Föhn. Milder Wind mit knapp 10° Grad weht uns um die Ohren.
Das Wasser ist trotzdem kalt. 4° von oben bis unten. Gut gemischt.

Mein Kollege überlegt noch wo er die Nacht fischen wird, während meine Wahl längst feststeht:
eine Rute landet dort wo mir schon vor einer Woche mein erster Dezemberkarpfen in die Maschen ging. Die zweite Rute werde ich diesmal anders platzieren. Nicht mehr an der Uferkante, sondern an der Abbruchkante zur tiefsten Stelle des Sees. Dort habe ich noch nie einen Fisch gehakt. Und trotzdem bin ich sicher, dass sie dort im Winter stehen.
Schließlich habe ich noch immer die Bilder des letzten Winters im Hinterkopf. Dieses „Loch“ war voll mit Echos. Die Fische haben sich hier sprichwörtlich gestapelt.

Aber gefressen haben sie hier noch nicht, zumindest nicht wenn ich meine Fallen ausgelegt hatte. Und so bleibt dieser Spot einer „schwarze Nadeln“ auf meiner Gewässerkarte.

Heute werde ich es wieder versuchen. Nicht direkt im Loch. Mit meinem Grundtaster habe ich den Boden nochmal „abgeklopft“ alles sehr weich. Das Substrat riecht ganz leicht faul, aber noch im Rahmen… meinen Köder will Ich dort ablegen wo es von 5m auf 6m abfällt. Also noch auf hartem kiesigem Grund. Gefüttert wird quer über die ganze Kante.
Ob Fische da sind weiß ich nicht. Das Echolot ist zu Hause geblieben.

Mittlerweile kenne ich den See wie meine Westentasche. Uferkonturen und Bäume sind mein GPS System. Ich weiß wo ich hin zu fahren habe um am Platz X zu fischen.

 

Den ganzen Sommer hatte ich es schon im Sinn.

Der nächste Winter kommt bestimmt und irgendwann werde ich für diese Qual belohnt.

Wobei man die Aktion bei diesen milden Temperaturen gar nicht als Qual bezeichnen darf. Es könnte alles schlimmer sein. Dennoch bin ich froh, als beide Ruten platziert sind und ich wieder im warmen sitze.

Die Spots haben ich mit Birdfood Banana Boilies präpariert. 20mm, vielleicht etwas groß für diese Jahreszeit. Aber kleiner hab ich nicht mehr. Also muss gefressen werden was da ist. Immerhin habe ich die Hälfte des Futters halbiert. Dazu gibt es noch eine halbe Dose Mais. Das ganze ordentlich gesoaked. Optimal wäre jetzt noch Staubfutter dazu. Mein Partner hat dieses dabei und setzt es ein. Ich bin fast neidisch. Hätte ich doch auch eins mitgenommen. Aber jetzt muss es so gehen.

Das Wissen um Hinterkopf, dass es letzte Woche auch so geklappt hat, setzte ich mich entspannt in meinen Stuhl. Der Glühwein dürfte gleich warm sein. Ja jetzt kommt der gemütliche Teil.
Mit M. war ich seit Februar nicht mehr gemeinsam fischen. Wer hätte gedacht, dass wir die Saison gemeinsam beginnen und auch gemeinsam beenden. Beim Jahresstart gingen wir beide „Schneider“ nach Hause. Kein gutes Omen?
HM?!? Darauf geb ich nichts!
Diesmal sind die Umstände um einiges besser als im Februar am Fluss!

Leider plagt mich der leichte Anflug einer Grippe. Bevor der Glühwein fertig ist pfeife ich mir noch ein Pülverchen, dass alles besser werden lassen soll rein. Dann gibt’s das leckere Rot aus der Porzellantasse. Nicht der ideale Zustand um am See zu nächtigen… im Dezember!
Aber der Fisch muss raus!

Noch bevor ich das ganze „Grippe muss weg – Mittel“ getrunken habe hakt mein Buddy den ersten Fisch!
Brachse!
Ok die Begeisterung hält sich in Grenzen 😉
Aber hey! Ist doch ein gutes Zeichen oder?

2 Stunden später heult der Delkim! YES :o)

Christmascarp

Meine Bank, die rechte Rute, die auch letzte Woche Fisch brachte läuft ab. Genau genommen waren es nur drei Pieper.

Die Fische sind eben nicht mehr sonderlich agil um diese Jahreszeit.

Als ich die Rute aufnehme sage ich nur „der hängt“.

„nein echt? Shit!“ entgegnet meine Begleitung. Ok ich habe mich nicht eindeutig ausgedrückt. Nein der Fisch hängt nicht im Holz. Er hängt am Haken. Yes! Wie geil!

Wir freuen uns beide jetzt schon wie kleine Kinder, obwohl zwischen mir und Fisch noch gut 80m Distanz sind. Noch steht nicht fest wer am Ende das Lachen hat.

Aber nach der eingangs schon erwähnten Trägheit war es nicht schwer den Kameraden zu einem kurzen Landgang (wo es wärmer war als im Wasser) zu überreden.

Keine Bombe aber ein super schöner Fisch. Und hey! Im Dezember zählen die Kilos doppelt 😉
Außerdem sch**ß ich auf Kilos…. Hauptsache tight lines!

Sowas von kuhl. Man ich konnt mich ja fast nicht mehr einkriegen.

Ein Fisch ist super was wollen wir mehr? Alles was jetzt noch kommt is ne 1 mit *

Zwei Stunden später der ersehnte Schrei aus der Funkbox bei meinem Kumpel!
Yes. Voll geil!
Jetzt ist er dran.

Der Fisch macht schon mehr Druck als meiner. Aber er lenkt ihn gekonnt in die Maschen. Routiniert wie man es von ihm erwartet. Sehr geil!
Jeder hat zugeschlagen!

 

Beide haben wir natürlich die Ruten nochmal neu ausgebracht. Man muss die Gunst der Stunde nutzen wenn sie sich einem bietet. Also ab dafür!
Glühwein auf den Kocher und beten an den Karpfengott!
Möge er gnädig mit uns  sein 😉

Quatsch! Wir waren mehr als zufrieden. Wer hätte gedacht, dass wir zwei Karpfen fangen können zu dieser Jahreszeit und noch dazu in so kurzer Zeit?!? Wir angelten erst seit knapp 8 Stunden.

Wir hatten noch fast die ganze Nacht Zeit!

Irgendwann verkrochen wir uns wieder in unseren Schlafsäcken und durften sogar fast ausschlafen.
Bis wieder die Funkbox Alarm schlug: Kollege fing einen fast Dreißiger zum Frühstück.
Bevor im Anschluss auch noch bei mir Nr. 2 zulangte. Linke Rute! Am besagten „Loch“.

ich bin überwältigt

ich bin überwältigt

Absolut verrückt!
Ich hätte niemals geglaubt, dass es so gut laufen würde.

Das Wetter war mit uns!
Und wir hatten das richtige Futter und den richtigen Riecher bei den Spots würde ich sagen^^

Wicked!

Samstag soll es schneien. Na dann auf!
Entweder Finish oder Schneekarpfen…

 

…Fortsetzung folgt…. (with white background?!?)

viel Spaß weiterhin

Dezemberkarpfen

Wer denkt es beißt nix mehr, den muss ich eines Besseren belehren *g*
Es geht logischerweise zäh. Massenfänge braucht man bei 5° Wassertemperatur nicht erwarten. Aber wenn man seine Hausaufgaben gemacht hat und weiß wo man die Fische suchen muss, der wird auch hin und wieder mal einen Biß bekommen. Und ganz wichtig: ein guter Köder!
Gerade jetzt bei kaltem Wasser, wenn die Fische kaum unterwegs (gar nicht) sind muss der Boilie arbeiten!

schön gedippt 😉

Die Ruten lagen noch gar nicht so lange im Wasser.
Leider ist mir in der Nacht dann der Biber in die Schnur und ich hatte absolut keine Lust mehr die Ruten neu auszufahren 🙁
Wer weiß ob nicht noch einer gegangen wäre 😉  (bestimmt! ^^)

Herbst Update, der Winter naht

Servus Leute,

lange gab es kein Update mehr, seit dem letzten (ersten) Herbst Dickie…
Dafür kommt es jetzt umso dicker, länger und fotoreicher (-:
Ich muss sagen ich darf mich wirklich nicht beschweren, es hat bestens geklappt!

Der erste Nachtfrost

Der erste Nachtfrost

Das Wetter diesen Herbst war und ist immer noch unglaublich!
Zwar brutal nebelig und auch genauso brutal warm für diese Jahreszeit, so dass man Mitte November immer noch gute Chancen auf unsere geschuppten Freunde hat. Aktuell hat das Wasser an meinem Gewässer knapp 10°Grad an der Oberfläche. Da habe ich um diese Jahreszeit auch schon tiefere Werte gemessen…
Trotzdem vermute ich in den nächsten 14 Tagen einen starken Rückgang der Aktionen. Schon jetzt kommen die wenigen Bisse fast Ausschließlich nachts und an den tieferen Spots.

Los ging der goldene Oktober mit einem passend „goldenen“ Fisch, der die 16 Pfund-Marke nur knapp verfehlte.
Ein wahnsinns Fisch der mich besonders gefreut hat!!!

Mein Beauty 2011! Absolut geil

Bereits 2008 konnte ich ihn schonmal fangen, bedeutend leichter.
Er ist wirklich sehr gut abgewachsen und ich hoffe, dass es ihm auch künftig gut geht!

der gleiche Fisch vor drei Jahren

Nach diesem Fisch wurde es dann deutlich kühler, aber immer noch sehr mild.

Ein Top Platz!

Für eine Testnacht fuhr ich an einen neuen Platz, den ich dieses Jahr noch nicht befischt hatte. Meine Hoffnung, das sich dort im Herbst ein paar Fische fangen lassen könnten, wurde wahr. Gleich der erste Biss entpuppte sich als „markanter“ Schuppi. Irgendwie muss es dem Armen mal die Wirbelsäule (als Kleinfisch?!?) gekrümmt haben. Trotzdem steht er gut im Futter und wird vielleicht mal einer der ganz großen Schuppinger im See – wer weiß!

markant und häßlich?

Und weiter geht’s! Die rechte Rute lief echt gut.

hat sich einen guten Ranzen für den Winter zugelegt 😉

Danach stand es bereits 3:0 für die rechte Rute. Da kommt man dann auch mal ins Grübeln, ob die linke Rute vielleicht nicht sauber liegt. Vielleicht hängt Kraut oder ein Blatt am Haken?!? Hat sich das Vorfach verwickelt? Liegt der Köder im Schlamm? Nee kann nicht sein, hab doch alles schön arrangiert…. Montage vom Boot abgelegt, ein, zwei Hände Futter drüber und noch etwas Futter großflächig hinterher. Oder wollen die Fische grad keine Partikel? Rechts fische ich Boilies – fischig. Links habe ich Partikel am Haar und auch nur Partikel gefüttert. Bisher liefen die kleinen Körnchen ganz gut. Sollten sich die Fische im Herbst jetzt auf die nährstoffreicheren Fischmehlboilies umgestellt haben? Oder hat sich das Vorfach doch verwickelt?
Ihr kennt das bestimmt, da schießen einem schon ein paar Gedanken durch den Kopf!
Ich entschied mich dann dafür alles so zu belassen und abzuwarten. Es war mir noch zu früh um etwas zu ändern. Und man sollte ja nicht zu ungeduldig sein!
Wie sich rausstellte, lag die linke Rute zumindest verwicklungsfrei am Spot. Der Biß kam. Es war der einzigeste links im Gegensatz zu 5 Bissen rechts.
Dafür war es aber auch ein ganz besonderen Fisch. Kurzfristig dachte ich schon an meinen neuen Schuppi-PB als ich den Fisch das erste mal im Drill gesehen habe! Man war das ein Fighter – genial 🙂

Schuppi-Power auf die "fast" tote linke Rute (die Partikelrute!)

Auch wenn ich hier gelegentlich mal von PB oder mal einem Gewicht schreibe… es ist nicht so wichtig immer neue Rekorde zu jagen und zu fangen.
Viel wichtiger ist es doch überhaupt erfolgreich zu sein und schöne Fische zu fangen. Klar freue auch ich mich wenns dann ein dicker, schwerer Fisch ist – sonst würde ich lügen!
Leute geht raus und freut euch über das „Erlebnis“ das man am Wasser haben kann. Egal ob mit oder ohne Fisch. Und wenn es dann mal Petrus gut mit uns meint und uns einen Fetti schickt, ja dann darf man auch aus dem Häuschen sein 😉 Bloß wenn er mal „nur“ Kleine, oder wie mein Kumpel sagen würde „Lütte“ (gell Tom), schickt, dann muss man halt damit zufrieden sein und vorallem die Kreatur genauso respektvoll behandeln wie man es mit einem Bigfisch tun würde. Leider beobachtet man in Vergangenheit immer mehr das Gegenteil. Was ich sehr schade und traurig finde!

Junge komm bald wieder! Vielleicht dann als "Personal Best Common Carp"?!?

 

Herbst Impression

Herbst-Perle

 

Nachts an der Uferkante in 3m Tiefe gefangen

Manchmal reicht es auch, wenn man nur die Bilder sprechen lässt!

Hersbstspiegler

Ich finde die Fische haben im Herbst die schönsten Farben.
Egal ob groß oder klein ob Schuppi oder Spiegler. Die Farbtöne sind viel kräftiger und schöner als im Sommer!

i love Schuppis

Den krönenden Abschluß bildet dieser wuchtige Spiegler, den ich bei meiner letzten Session fangen konnte. Es war der einzigste Fisch. Aber eine Bombe reicht ja auch *gg*
Eigentlich war ich am See um ein Ufer, das ausgespült war, aufzufüllen.
Klar war nebenbei auch die Rute im Wasser. Allerdings tat sich den ganzen Nachmnittag nichts. Bis es dann dunkel wurde. Ich war fast fertig mit dem Werkzeug aufräumen, als sich mein Delkim mit einem kleinen Piepsen meldete…
Mein erster Gedanke war „Brachse?“. Der Fisch nahm keine Schnur. Lediglich der Swinger ging wenige Zentimeter hoch. Als ich die Rute aufnahm spürte ich einen gleichmäßigen, behäbigen Zug. Kein „Schlagen“ keine wilden Fluchten. „Nur“ ordentlichen Druck. Jaaa so gehört sich das! Ich hoffte natürlich gleich auf einen ordentlichen Karpfen. Aber ich habe mich auch schon oft getäuscht. So musste ich mich noch etwas gedulden, bis ich Gewissheit hatte. Der Drill gestaltete sich unproblematisch und mehr oder weniger unspektakulär. Schwerfällig zog irgendwas Dickes unter meinem Boot seine Kreise. Als sich dieses „etwas“ dann als Spiegelkarpfen entpuppte und sich die Keschermaschen um seinen wuchtigen Körper legten wusste ich, das dies ein weiterer Herbstdickie für Moosi’s Konto war. WICKED!!!

des is a fetts Kaiwe

„Ja so a fetts Kaiwe“ war der Kommentar meines Fotografen 😉
Danke nochmals an dieser Stelle an ihn!

wicked 😉

Mit diesem Bild beende ich das „Herbst-Update“.
Ich hoffe ich kann nochmal eine kleine Fangmeldung bringen, ansonsten werde ich dann bald die Raubfischruten auspacken um die Winter über die Runden bringen zu können!
Euch wünsche ich auch noch einen erfolgreichen Endspurt und freue mich über Kommentare und eure Fangberichte!
tight lines!
Michael